Letztes Jahr habe ich meine Weg an der Hauswand mit Kübeln bestückt. Die Südostseite war bisher der Lagerplatz sämtlicher Spielsachen. In den letzten Jahren wurden es aber immer weniger und langsam erobere ich meinen Garten Stück für Stück wieder zurück. Hier an der Hauswand lassen sich wunderbar Paprika im Kübel ziehen und die Tomaten fühlen sich hier auch wohl. b

Als Pflanzgefäße dienen mir einfache Mörtelkästen, die es für wenig Geld im Baumarkt zu kaufen gibt. Am Boden werden 3-4 Löcher gebohrt, damit das Wasser ablaufen kann. Gefüllt habe ich sie mit dem restlichen Mutterboden, der uns bei den Umbauten letzten Sommer übrig blieb und einer Schicht Blumenerde. Ich werde nun wie im Garten im Frühjahr Kompost untermischen und hoffe so immer relativ gute Erde im Topf zu haben. Ich bin kein Freund davon, Blumenerde nach einer Saison zu entsorgen und ich denke, es ist auch gar nicht nötig.

Stäbe für Paprika im Kübel

Als Stütze für die Paprika dienen mir die unzählig Äste, die meine Söhne im Laufe der Zeit so anschleppen. Generell arbeite ich im Garten gerne mit diesen Ästen. Sie sehen einfach wunderbar natürlich aus und gefallen mir um Längen besser als gekaufte Pflanzstäbe. Und da ich ja ein kleiner Sparfuchs bin und immer eine Auge auf das habe, was ich so ausgeben, ist das die perfekte Lösung für mich. Zumal meine Jungs auch immer wieder gerne mit Ästen nach Hause kommen, welche sich vor meiner Haustür stapeln.

Paprika Anzucht jetzt starten

Mit der Anzucht der Paprika beginne ich schon im Januar. In der letzten Saison habe ich erst im Februar begonnen, was sich minimal negativ auf die Erntezeit auswirkte. Am Ende der Saison hatte ich noch grüne Schoten an den Pflanzen, die nicht mehr wirklich reif wurden. Bei Paprika nicht so schlimm, aber ich mag sie einfach lieber rot. Hier an dieser Stelle sei zu sagen, die frühe Anzucht macht natürlich nur Sinn, wenn man optimale Bedingungen hat. Man braucht einfach genug Licht und nicht zu hohe Temperaturen, was mir mein Wintergarten hier gibt. Ich würde nie, nur wegen der Anzucht, mit Lampen arbeiten wollen. Dann lieber 2-3 Wochen warten, dann sind die Tage wieder länger und es klappt auch ohne Beleuchtung.

Die Anzucht der Paprika hält sich wie die der Chilis. Im Artikel zur Anzucht der Chilis kannst du hier also auch nützlich Tipps dafür bekommen. Auch dieses Jahr säe ich die Sorte „Sweet Banana“ aus. Im letzen Jahr habe ich davon viele eigene Samen genommen. Da die Sorte Samenfest ist, eine wunderbare Möglichkeit an eigenes Saatgut zu kommen. Diese Sorte werde ich in diesem Jahr auch als richtige Freilandpflanze im Beet ausprobieren, was in meiner Region nicht umbedingt erfolgreich sein muss. Natürlich werde ich darüber berichten.

Außerdem werde ich dieses Jahr auch eine Sorte zum Füllen und Einlegen anbauen. Also eine Fruchtform, welche ich im Supermarkt nicht so einfach bekommen kann. Dass ist es im Grunde, was den Garten ausmacht. Entschieden habe ich mich für die Sorte „Paradiso“ die kleine runde Früchte bildet. Ich bin schon sehr gespannt!

Für eine gute Ernte

Paprika sind hungrige Pflanzen, vor allem im Kübel ist es wichtig für genug Nährstoffe zu sorgen. Bei mir werden sie also regelmäßig gedüngt, wie die Tomaten auch. Allerdings solltest du sie auch nicht überdüngen, da sonst viele Blätter und wenig Früchte wachsen. Letztes Jahr habe ich den Versuch gemacht, bei der einen Hälfte der Pflanzen die erste Blüte auszubrechen, um die Fruchtbildung zu fördern. Ehrlich gesagt, mir ist kein Unterschied aufgefallen, alle Pflanzen trugen gleich gut. Kann man also sicher machen, muss man aber nicht. Wichtig ist es, den Pflanzen einen warmen und sonnig Standort zu geben und regelmäßig gießen. Bei Trockenheit lassen sie schnell alles hängen.

Paprika sind die perfekten Pflanzen für den Kübel. Wenn du also selber kein Gartenbeet hast, kannst du dennoch prima Paprika anbauen und ernten. Dabei ist die Anzucht gar nicht schwierig.

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