Gartenarbeit im Februar

Herzlich Willkommmen im Februarloch! Der Februar ist ja der kürzeste Monat im Jahr, egal ob Schaltjahr oder nicht. Für mich Gartenfreund hingegen fühlt er sich endlos an. Gerade im Februar fällt mir die Decke gerne auf den Kopf, denn so richtig was zu tun gibt es nicht. Hier fangen im Februar die ersten Fröste an.

Hat man sich im Januar also noch gefreu, dass die Erde noch offen ist und man vielleicht vergessene oder zu spät gekauft Blumenzwiebeln noch verbuddeln kann, ist im Februar Schluss damit. Der Boden ist steinhart und nur noch mit der Bohrmaschine zu bearbeiten. Der Kompost ist tiefgefroren und kann nicht versetzt werden. Naja und sämtliche bauliche Maßnahmen sind eben dank Bodenfrost auf Eis gelegt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Aussaaten im Haus

Im Haus kann man sich ein wenig mit Aussaat von lange zu kultivierenden Pflanzen beschäftigen, so man dies im Januar nicht schon vollbracht hat. Hier kommen jetzt Auberginen, Petunien und Co. in die Erde. Eine genaue Liste meiner Ferbruarschützlinge findest du in meinem Aussaatkalender. Immerhin werden die Tage nun wieder ein wenig länger und die Ausbeute an Licht ist auch auf der normalen Fensterbank ein wenig größer geworden.

Die Planung des Gemüsegartens ist bereist erfolgt und die Saatgutbestellung bei mir ist abgeschlossen. Hier gibt es also für mich nicht mehr viel zu tun. Wenn du gerne nachlesen möchtest wie ich meine Gemüsegarten geplant habe, kannst du das im Artikel “Gemüsegartenplanung 2019” tun. Dort erzähle ich dir von meinen Beeten und wie ich sie in Mischkulturmanier bepflanzen werden.

Ein Frühbeetkasten muss her

Damit der Februar nicht zu langweilig für mich wird, habe ich ein ganz besonderes Projekt geplant, welches freilich nicht jedes Jahr umzusetzen sein wird. Dieses Jahr werde ich zwei Frühbeetkästen im Garten installieren. Den nötigen Platz dafür habe ich schon im Herbst vorbereitet. Nun geht es also ans Aufbauen und befüllen. So hat das Frühbeet nun ein wenig Zeit sich zu erwärmen, ehe es Anfang März dort die ersten Aussaaten geben wird. Dort werden es sich dann erste Pflücksalate, Radischen und Spinat bequem machen. Außerdem beginne ich mit der Vorkultur von Kohlrabi und anderen Kohlgewächsen für den Garten. Außerdem dürfen die vorgezogenen Zwiebeln und der Lauch dort hin umsiedeln.

Das erste Beet wird besät

Das klingt für Februar ziemlich krass und ich weiß jetzt schon, die Nachbarin wird sich wieder total lustig machen, wenn ich im Februar mit Samentüte im Beet stehe. Eigentlich tut sie das jedes Jahr, wenn sie mich erwischt und ich die Möglichkeit dazu haben. Denn das Vorhaben klappt leider nicht jedes Jahr. Und sie liegt jedes Jahr wirklich falsch, denn ich mach das nicht ohne guten Grund. Also worum geht es? Was sät die bekloppte Gartentante schon im Februar und warum zum Geier?

Die Puffbohnen sind im Februar fällig. Das klappt freilich nur, wenn der Boden offen ist oder man wie, siehe oben, einen Frühbeetkasten sein eigen nehnnt. Tatsächlich ist es so, kommen die Puffbohnen zu spät in die Erde, werden sie von den schwarzen Läusen überfallen. Warum das so ist? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht entwickeln sich die Pflanzen später durch die Wärme zu schnell und zu nicht so starken Pflanzen, dass die Läuse überhaupt Interesse an ihnen haben.

Fakt ist, säe ich viel später aus, kann ich die Puffbohnen vergessen. Denn wenn der Februar eisekalt ist, wird der März meist viel zu warm und den frisch aufgehenden Puffbohnen bekommt das mal so gar nicht. Wenn du eine Erklärung für dieses Phänomän hast, schreib sie mir gerne in die Kommentare.

Eine Möglichkeit ist es, die Puffbohen schon im Februar bei gefrorenen Boden im Frühbeetkasten vorzuziehen. Dort kommen sie einfach in Töpfe und werden dann, sobald der Boden wieder offen ist, ins Beet gepflant. Ein paar Tage werde ich aber noch damit warten. Vielleicht ändert sich das Wetter ja doch noch und ich kann die Puffbohnen direkt ins Beet säen. Dieses wäre soweit fertig, wartet also nur noch auf frostfrei.

Den Februar einfach mal wirken lassen

Den restlichen Februar werde ich es mir im Haus gemütlich machen. Dadurch, dass ich eisern mit der Frühlingsdekoration gewartet habe, werde ich es hier jetzt richtig krachen lassen. Ein paar vorgetriebenen Schneeglöckchen, Tulpen im Überfluss. Nur keine Hyazinthen im Haus, die riechen zu streng.

Außerdem läßt es sich jetzt wunderbar spazieren gehen. Die Welt sieht so leicht gefroren, mit ein wenig Schneespuren ganz anders aus. Und vielleicht beglückt uns ja auch die Sonne, dann steht einem ausgibigen Wintersparziergang nichts mehr im Wege. Die Gesundheit wirds uns danken und wir wollen ja fit in die neue Gartensaison starten.

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