Als Kind waren Rosenkohl, Sauerkraut und Rote Bete meine Hassgegner. Das restliche Gemüse aß ich immer sehr gerne. Aber hier bekam ich beim Essen regelrecht Brechreiz (was für eine Einleitung für ein Rezept). Während ich Rote Bete und Sauerkraut schon lange für mich entdeckt habe, blieb Rosenkohl lange Zeit mein Endgegner. Da auch mein Mann ihn nicht mochte, gab es auch einfach keinen Grund ihn zu machen. Meinen Söhnen sage ich aber immer, sie sollen Gerichten immer eine zweite Chance geben und probieren, irgendwie musste ich hier doch mit gutem Beispiel voran gehen. So haben wir uns also an Rosenkohl gewagt. Klar war, die matschige Pampe, welche meine Mutter gerne servierte, wollte ich nicht auf den Tisch haben. Wie also Rosenkohl lecker zubereiten?

Karamellisiert und geröstet aus dem Backofen

Ganz ehrlich, das klingt nicht nur lecker, es schmeckt auch genial. Der Rosenkohl wird dabei nicht matschig und wird weniger bitter. Die Zubereitung ist denkbar einfach und unkompliziert, da kann sich wirklich jeder dran wagen.

Rosenkohl lecker zubereiten – Was brauchst du um?

  • Rosenkohl, gerne frisch aber TK Rosenkohl funktioniert auch. Ich hab hier frischen „Rubine“ aus dem Garten mit TK gemixt.
  • Olivenöl
  • grobes Meersalz
  • Honig
  • gehakte Walnüsse

Vermische alles in einer Schüssel, dass sich der Honig und das Öl gleichmäßig um den Rosenkohl verteilen. Dann schüttest du alles auf ein Backblech und schiebst den Rosenkohl für ca. 30-40 min bei 200 Grad in den Backofen. Zwischendurch einmal die Röschen wenden. Wenn sie leicht gebräunt sind dürfen sie raus. Die Bräunung sorgt für extra Aroma.

So zubereitet kannst du Rosenkohl klassisch als Beilage nutzen. Hier im Hause bevorzugt zu frischer Bratwurst und Kartoffelstampf. Als Hauptgericht mische ich gerne noch Kartoffelspalten, Möhren und Pastinaken mit aufs Blech und serviere alles mit Kräuterquark.

Rosenkohl jetzt regelmäßig auf den Tisch

Tja was soll ich sagen, seit ich Rosenkohl so zubereite, freue ich mich immer total darauf. Der Rest der Familie ißt ihn auch, wenn gleich sie ihn nicht täglich haben müssen. Aber den totalen Volltreffer hatte ich damit bei meinem mittleren Sohn. Er ist sehr mäkelig und mag vieles nicht was bei uns auf den Tisch wandert. Beim probieren des selbigen war er mehr als skeptisch, um dann aber vollkommen verwundert festzustellen: „Der schmeckt ja richtig gut!“ Nun gehört Rosenkohl zu seinen Lieblingsspeisen. Verrückte Welt!

Manchmal muss man also einfach über den eigenen Schatten springen und eben neue Wege ausprobieren, wenn die Alten nicht so gut waren. Wenn Rosenkohl also auch einer deiner Endgegner ist, probier ihn doch nochmal, aber anders eben. Vielleicht gehörst auch du dann schon bald zu denen, die sagen, man kann auch Rosenkohl lecker zubereiten.

Nur Mut!