Die weiße Wucht von oben

Gestern saß ich so über meinem Gartenplan und dachte bei mir “Mensch die Erde ist so schön offen, jetzt nach dem Schnee, da könntest du doch bald die Puffbohnen in die Selbige bringen.” Ich muss zugeben, der Gedanke die ersten Samen draußen aufs Land zu bringen hatte mich ein wenig überschäumen lassen. Diese Euphorie hätte ich mir sparen können, wenn ich nur einmal den Wetterbericht von gestern im Auge gehabt hätte. Denn heute Nacht kam, was Ende Januar kommen musste, es schneite.

Nun darf ich gar nicht klagen, denn wir blieben im Vergleich zu anderen Teilen des Landes dieses Jahr mit Schnee wirklich verschont. Es kam gerade soviel, dass die Welt weiß gezuckert war, der Straßenverkehr aber nicht sofort still stand. Durch die niedrigen Temperaturen hielt sich alles sehr lange und die sonst so gewohnte Matsche blieb aus. Statt dessen glitzerte die Welt dank Sonnenschein gar wunderbar, tagelang . Bis vor ein paar Tage, da wurde es deutlich milder und der Regen tat das übrige. Und weil meine Wetterapp vor ein paar Tagen für Mitte Februar sogar zweistellige Temperaturen voraussagte, hab ich kurzerhand auf Frühlingsmodus umgestellt.

Am Wochende musste die Winterdeko weichen und ein Hauch Frühling sollte ins Heim ziehen. Für den heutigen Montag nahm ich mir fest vor ins Gartencenter zu fahren, um dort ein paar Frühblüher fürs Haus und frische Tulpe zu kaufen. Bei dieser Kulisse erscheint mir dieses Vorhaben nun doch ein wenig unpassend. Und mein Ziel im Februar die Puffbohnen in die Erde zu bekommen rückt auch in immer weitere Ferne. Denn die Wettermännen, man soll es nicht glauben, haben ihren Bericht so abgeändert, dass die Zahlen für Mitte Februar zwar immer noch zweistellig sind, aber mit einem fetten Minus davor. Tja, so können sich die Dinge über Nacht ändern.

Dann hol ich nun, statt meiner Tulpen, Vogelfutternachschub und kram die Winterdeko wieder raus.

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