Das Regenfass und seine magische Kraft das Wetter zu kontrollieren

Nachdem es dieses Jahr zwar gefühlt ewig eiskalt war, kam der Frühling dann doch mit einem Wusch. Von kalt auf Sommer in 10 Sekunden quasi. Viele von euch werden sich nun sicher fragen WARUM? Nun die Erklärung ist sehr einfach, ich habe jetzt ein Regenfass.

Das Regenfass dirket aus der Hölle

Natürlich hab ich nicht einfach ein Regenfass, meines ist in der Lage das Wetter zu beeinflussen. Im Grunde ist es ein böses Regenfass. Eines welches speziell errichtet wurde, um mich zu ärgern. Ein Regefass direkt aus der Hölle sozusagen. Gut das mag nun ein wenig übertrieben wirken. Fakt ist aber, in dieser regenreichen Region in der ich nun mal mein Zuhause gefunden habe, ist eines ein sehr sicherer, immer wieder kehrender Faktor. Der Regen! Und da wir davon einfach reichlich haben, ist der Gedanke ein Regenfass an die Regenrinne zu schließen eigentlich nicht so unsinnig. Für all die Pflanzen, welche man sich so unterm Dach hält, die anderen werden ja ohnehin von alleine bewässert.

Sei vorsichtige mit Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen

So laufe ich dem Landmann also schon seit ein paar Jahren hinterher und dieses Jahr sollte es nun also passieren, ein Regenfass zog in den Garten. Wenn man so lange darauf wartet, ist es fast ein wenig, wie ein Haustier zu bekommen. Ein wenig sentimental wurde ich also, als das Regenfass dann endlich einsatzbereit war. Man wartet, wenn es soweit ist, wie eine Verrückte fast stündlich auf Regen. In diesem Frühling sollte ich auch ein paar Stunden länger warten.

Just in Time, kaum war das Regenfass installiert, war es das dann auch mit Regen. Kein einziger Tropfen kam bei uns an, wirklich nicht ein einziger. Das Faß blieb einfach leer. Während der Nachbarort bei jedem angekündigtem Gewitter einen Schwung Regen abbekam, erreichte unser Dorf nicht ein Tröpfchen.

Wenn der wüdente Mob auf dich wartet

Freilich bekommt man es hier am Land schnell mit der Angst zu tun, so weiß man ja nicht wie die Leute auf so eine Trockenphase reagieren. Um ehrlich zu sein, hatte ich doch etwas Sorge morgens von einem wütenden Mob mit Fackeln und Heugabeln geweckt zu werden, welcher fordert das Faß wieder abzubauen. Der Landman scharrte auch schon mit nervösen Hufen um das Faß, da er ja nun umbedingt wissen wollte, ob auch der wunderbare Überlauf automatisch zu macht, wenn das Faß voll ist. Es gab Tage in diesem Mai, da hätten wir fast mit dem Gartenschlauch Wasser aufs Dach laufen lassen, um zu sehen wie sich das Faß füllt.

Nun, irgendjemand oder etwas hatte am Ende Mitleid mit uns und der lang erwartete Regenguß kam und füllte das Faß, der wüdente Mob war beruhig. Es mussten keine Jungfrauen geopfert werden und was soll ich sagen, der Überlauf funktionierte auch ganz gut. Nicht desto trotz ist dieser Sommer bisher nun wirklich nicht mit Regen gesegnet. Und manchmal, wenn ich so über die knusprige Wiese laufe, dann kommt mir doch der Gedanke, ob ich das Fass vielleicht nicht doch einmal, nur ganz kurz abstöpseln sollte. Nur so, zum Test…

Ja, man wir etwas abergläubisch hier draußen am Land.

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