Was mach ich hier? Warum mache ich es und wie kann es sein, dass ich immer wieder die Motivation dabei verliere? Wenn ich mich einer Sache widme, hier dem Blog, dann versuche ich es immer möglichst optimal zu gestalten. Man liest sich ins Thema ein, erarbeitet ein Konzept, versucht es umzusetzen. 

Beim Thema einlesen trifft man auf eine ganze Menge bloggerfahrener Kolleg*Innen, welche wertvolle Erfahrungen an dich vermitteln, vollkommen kostenlos und ohne Hintergedanken, versteht sich. Wie machst du es besser, wie richtig, wie bekommst du ganz schnell ganz viele Leser. Sie haben mit diesen Methoden ihr Geschäft aufgebaut und verdienen nun ihr Geld mit bloggen. Sie wissen also wie es geht und du bist gut daran, ihre Ratschläge zu befolgen, damit auch du erfolgreich wirst. Auf eine andere Weise wird es nicht funktionieren, vertrauen ihnen, sie haben diese Fehler bereits für dich gemacht.

Was wenn ich mit meinem Blog gar kein Geld verdienen möchte?

Stopp, Moment mal! Was wenn ich mit meinem Blog gar nichts verdienen will? Wenn es mir nicht daran liegt Kooperationspartner zu angeln, um sie danach zu befriedigen. Wenn ich einfach nur schreiben möchte, weil es mir einfach gut tut. Erfahrungen austausche, über die sich der ein oder andere freut. 

Beschränke dich auf ein Thema haben sie gesagt, erstelle Artikel mit Mehrwert, gut recherchiert, folge einem Redaktionsplan, veröffentliche regelmäßig an bestimmten Wochentagen, plane dafür vor. Ganz ehrlich, das alles bin nicht ich. Ich bin spontan und impulsiv, Worte blubbern  einfach aus mir heraus und bilden einen Text und  zwar täglich. Oft entsteht das Thema erst beim Schreiben und währenddessen steigere ich mich in einen Punkt besonders hinein und vertiefe ihn unbewusst. Ein Prozess, der mir wirklich Spaß macht und befriedigt, ohne finanzielle Gegenleistung. Schreiben eben.

Dafür muss ich nicht recherchieren, denn es geht um Dinge, die mich schon lange begleiten, Dinge über dich ich mir bereits meine eigene Meinung gebildet habe und intensiv eingelesen habe. Mein Ziel ist es nicht, ein botanisches Lexikon zu sein, davon gibt es genug. Oder einer dieser Gartenratgeber, der exakt das erzählt, was auch alle anderen erzählen, nur mit der besseren Reichweite und dem höheren Googleranking. 

Was wünsche ich mir für meinen Blog?

Nun weiß ich also was ich nicht möchte. Was möchte ich? Was tu ich hier? Wer bin ich überhaupt? Ich mag meinen Garten, nicht immer, aber sehr oft. Manchmal habe ich schlaue Ideen in meinem Garten, die gegen jede Gärtnerregel verstoßen. Frei dem Motto „es war unmöglich, bis einer kam und es einfach gemacht hat“. Allerdings ist mein Garten nur ein Teil meines Lebens. Ich bin nicht eindimensional, sondern bestehe aus vielen Facetten, wie wohl jeder von uns. Wie soll ich mich also auf ein Thema beschränken können? Unmöglich! 

Da gibt es natürlich meine Familie, ihr dürft euch sicher sein, sie ist da, aber ich werde sie auch weiterhin möglichst hier raus halten. Danach kommen meine Haustier und sorry, da müsst ihr durch, sie werden hier wohl etwas Raum einnehmen, wenn vielleicht auch nur bildlich. Mein Psychologiestudium beschäftigt mich gedanklich natürlich sehr und diese Gedanken wollen geteilt werden. Ich bin dabei meinen Lebensstil zu reduzieren, vielleicht erzähle ich euch auch davon. Gerne würde ich auch über meine Weg berichten, meinen Garten insektenfreundlich und ökologisch zu gestalten. Dabei möchte ich aber keine wissenschaftlich Abhandlung schreiben, sondern einfach so, aus dem Bauch heraus.

Geschrieben wird ab sofort für mich!

Der Tisch wird also geleert, metaphorisch gesehen, ich lösche jetzt keine Beiträge im Blog, immerhin habe ich ja auch diese mit Sinn erstellt. Ein neues Blatt wird herausgenommen. Gefüllt wird es mit meinem Garten und den Gefühlen die ich dazu habe, die Ideen die in ihm wachsen, die Niederlagen, mit denen jeder zu kämpfen hat. Mein Hauptmenü werde ich erstmal entfernen, weil es mich thematisch einschränkt. Am Ende wird sich zeigen, worüber ich gerne erzähle und was einen Menüpunkt wert ist. Das widerspricht jeder Blogregel, wenn du also Geld verdienen möchtest, mach das bloß nicht, Kooperationspartner mögen sowas nicht. 

Geschrieben wird ab sofort für mich. Klingt total egoistisch, was es auch ist. Aber nur so lassen sich diese Leser finden, die deine Beiträge lesen, weil sie dich als Schreiber mögen und deine Ideen schätzen. Immer dann, wenn du für andere schreibst, gibst du dich selber ein Stück auf, bist du am Ende vollkommen verwirrt feststellst, dass dir nichts mehr dazu einfällt, weil es ja gar nicht deine Gedanken sind, welche du wiedergibst. 

Vielleicht hast du also Lust mich hierbei zu begleiten, vielleicht auch nicht. Es könnte ein wenig wirr werden, versprochen! 

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