Im Januar habe ich mich wieder um die Beetplanung gekümmert. Wenn du in Mischkultur anbauen möchtest, lohnt es sich ein wenig zu planen. Nicht zuviel aufs Beet, hab ich mir für dieses Jahr vorgenommen.

Beet 1: Dicke Bohnen – Grünkohl und Rosenkohl – Kartoffel – Spinat

Mein erstes Beet ist für die Starkzehrer reserviert. Im Frühjahr wird eine Schicht frischer Kompost eingearbeitet (ca. 5kg pro Quadratmeter wir empfohlen). Außerdem bekommen die Beete einen Portion Gesteinsmehl, um die Bodenstruktur zu verbessern (dies mache ich alle 2-3 Jahre). Zudem bekommen alle Beet auch entsprechend der Anleitung, mineralischen Dünger.

Bereits Ende Januar habe ich auch der Fensterbank die Puffbohnen vorgezogen. Nachdem sie aufgegangen sind, kommen sie zum Akklimatisieren in den Frühbeetkasten. Sobald sich im Februar ein guter Zeitpunkt findet, werden sie in zwei Reihen ins Beet gepflanzt. Je nach Witterung werden sie anfangs noch mit Vlies abgedeckt.

Zwischen die Reihen und an den Rändern der Puffbohnen kommt Spinat. Was bis Mai nicht geerntet wurde, wird als Gründünger eingearbeitet.

Im Mai kommen die Kartoffel zwischen die Reihen der Puffbohnen. Noch brauchen sie nicht viel Platz und bevor sie sich richtig ausbreiten, sind die Puffbohnen erntereif.

Im Mai wird auf einem Beetrand der Rosenkohl gepflanzt. Da er langsam wächst braucht er noch nicht viel Platz.

Der Grünkohl kommt erst im Juli auf die andere Seite des Beetrandes. Da die Puffbohnen den Platz bald räumen, hat er schnell genug Platz um sich auszudehnen. Grünkohl und Rosenkohl bleiben den gesamten Winter über am Beet stehen und können laufend geerntet werden.

Beet 2: Rote Bete – Buschbohnen – Kohlrabi – Endiviensalat

Das Mittelzehrerbeet bekommt nur eine kleine Menge Kompost (ca. 2kg pro Quadratmeter). Ansonsten wird es wie das Starkzehrerbeet von mir behandelt.

Die Aussaat der ersten Kohlrabi Pflanzen beginnt Ende Februar bis Mitte März bei mir im Frühbeetkasten. Nach ca. 4-5 Wochen kommen meine Pflanzen in die Beetmitte. So früh im Jahr decke ich sie meist noch mit Vlies ab.

Da die Rote Bete bei mir im Beet nicht immer aufgeht und ich dadurch oft große Lücken in der Reihe habe, werde ich es dieses Jahr mir einer Vorkultur versuchen und die Jungpflanzen dann versetzten. Im März starte ich damit auf der Fensterbank. Nach der Keimung wandern die Pflanzen dann in den Frühbeetkasten. Im April pflanze ich die Rote Bete an die Beetränder. Sie werde sie dann aber, gemeinsam mit dem Kohlrabi, noch abdecken.

Die Buschbohnen kommen erst im Mai in den Boden. Ich lege sie als Reihen links und rechts vom Kohlrabi aus. Im Juli und August werden sie geerntet und machen das Beet dann wieder frei.

Rote Bete, wie auch Kohlrabi pflanze ich gestaffelt. So habe ich den Sommer über immer wieder etwas zu ernten. Nach der Ernte der Buschbohnen pflanze ich Endiviensalat in die entstandene Lücke, um auch in den Herbst und Wintermonaten Salat ernten zu können.

Beet 3: Spinat – Zwiebeln – Petersilie – Zucchini

Eigentlich sind Zucchini Starkzehrer und Zwiebeln Mittelzehrer. Dieses Beet ist also nicht klar definiert. Allerdings wollte ich Zwiebeln dieses Jahr nicht mit den Möhren kombinieren, sondern mit Petersilie, da diese ähnliche Ansprüche an den Standort haben und sich doch gegenseitig gut tun. Für diese Kombination war ein vernünftiger Partner gesucht und die Zucchini erschien mir als sinnvoll. Es war also ein Kompromiss nötig. Wir werden sehen, wie gut dies den Zwiebeln und der Petersilie tut. Versuch macht schlau.

Im März säe ich an den Rändern des Beetes jeweils eine Reihe Petersilie. Der Verbrauch hier ist groß und ich kann davon nie zu viel haben. Dahinter stecke ich direkt die Zwiebeln. In der Mitte des Beetes säe ich großflächig Spinat. Dieser dient natürlich zur Ernte, aber auch zeitgleich als Gründüngung und Mulch für die folgenden Zucchini, welche erst Mitte Mai von mir direkt ins Beet gesät werden.

Beet 4: Möhren – Lauch

Ein klassisches Schwachzehrerbeet welches ich tatsächlich dieses Jahr nur mit Gesteinsmehl bearbeiten werden (für eine Kompostgabe fehlt die Menge an Kompost), um die Bodenstruktur etwas zu lockern. Warum ich dieses Jahr Lauch und Möhren kombiniere erzähle ich dir demnächst ausführlicher. Dafür gibt es sehr gute Gründe. Wenn du diesen Beitrag nicht verpassen möchtest, kannst du weiter unten die Beiträge abonnieren und bekommst eine Mail, sobald ein neuer Beitrag erscheint.

Der Lauch kommt ab April ins Beet. Hier werde ich auf jeden Fall ein paar Pflanzen kaufen und ein paar versuchen selber zu ziehen. Letztes Jahr war ich damit nicht so erfolgreich, daher gibt es dieses Jahr eine gewissen Absicherung durch zugekaufte Pflanzen.

Die Möhren säe ich im Versatz, dabei kommt die erste Fuhr bereits im März in die Erde. Diese frühen Sorten können schon ab Mai geerntet werden. Für die Ernte im Sommer wird im April nochmal gesät. Sobald beide Sorten abgeerntet wurden, wir nochmal mit einer späten Sorte nachgesät. Bis August lohnt es sich Möhren zu säen.

Beet 5: Radieschen – Dill – Salat – Zuckerschoten

Auch dieses Beet reserviere ich für Schwachzehrer und arbeite nur Gesteinsmehl unter. In der Mitte platziere ich schon früh im Jahr die Rankhilfe für die Zuckerschoten. Die Aussaat der Zuckerschoten erfolgt im April, dabei bestimmt das Wetter in welche Aprilhälfte gesät wird.

Bei den Radieschen geht es unter Folie schon wesentlich früher los. Die Eiszapfen können schon Ende Februar in die Erde, werden dann aber noch abgedeckt. Danach wird immer mal wieder mit verschiedenen Sorten nachgesät. Reihen bekommen sie nicht, sie werden einfach grob übers Beet verteilt, mit etwas Abstand zur Rankhilfe. Die Nachsaaten werden dann einfach in die abgeernteten Lücken gesät.

Der Schnittsalat wird im April als Reihe links und rechts von den Zuckerschoten gesät. Er gibt den Zuckerschoten den nötigen Halt, wodurch ein Anhäufen nicht mehr nötig ist. Schon letztes Jahr habe ich diese sehr erfolgreich als Kombination im Garten gehabt und kann es nur empfehlen.

Der Dill kommt an die schmalen Kopfseiten des Beetes an den Rand. Dill kann man ab Mitte April aussäen, wenn keine Bodenfröste mehr zu erwarten sind. Ich werde damit bis Mai warten, da es in unserer Region gerne nochmal im Mai frostig wird. Damit ich auf Dill bis dahin nicht verzichten muss, kommt er aber auch in meinen Frühbeetkasten.

Dieses Beet bekommt im September eine Gründüngersaat. Die Wahl wird hier wohl auf den Bienenfreund treffen.

Beet 6: Spinat – Spitzkohl – Basilikum – Gurken – Brokkoli

Auch hier handelt es sich um ein Starkzehrerbeet, welches entsprechend von mir behandelt wird. Im Frühling säe ich Spinat als Gründünger, da auf diesem Beet bis Mai nicht sehr viel los sein wird. Der Spinat wird teilweise geerntet, dient aber auch als natürliche Mulchschicht und bleibt einfach am Beet liegen.

Anfang Mai bekommt das Beet in die Mitte von mir eine Rankhilfe für die Gurken. Ich habe hier einen alten Kanninchenfreilauf, der dafür immer herhalten muss. Die Gurken säe ich direkt aus, damit habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht.

Neben den Gurken platziere ich Mitte bis Ende Mai vorgezogenes Basilikum. Hier habe ich mit einer Direktsaat nicht so gute Erfahrungen gemacht. Basilikum kannst du wunderbar auf der Fensterbank vorziehen. Ich beginne damit im April und fange Anfang bis Mitte Mai an es abzuhärten.

Brokkoli und Spitzkohl werden von mir ab März im Frühbeet in Schalen vorgezogen. Ich pflanze sie Anfang Mai, wenn der Spinat eingearbeitet wird, im Wechseln an die Beetränder.

Beet 7: Erdbeeren – Knoblauch

Das Erdbeerbeet ist fast fertig. Ich habe die Ausläufer der alten Erdbeeren im Herbst aufs Beet gepflanzt. Die Erdbeeren bekommen wie jedes Jahr mineralischen Dünger nach Packungsanleitung. Dazwischen stecke ich, wo Platz ist, Knoblauch. Leider habe ich das im Herbst verpasst, so muss ich es im Februar nachholen. Danach wird das Beet mit frischen Stroh abgedeckt. Außer im Sommer ab und an gießen und ernten ist hier für den Rest des Jahres nicht mehr viel zu tun.

Beet 8: Erbsen – Salat – Radieschen

Hier handelt es sich auch um ein Schwachzehrerbeet und außer dem Einarbeiten von Gesteinsmehl, werde ich hier nicht viel machen. Für die Erbsen stelle ich auch hier schon früh im Jahr eine Rankhilfe auf. Ende März werden hier dann auch die Erbsen gesät.

Außerdem findet hier mein Kopfsalat seinen Platz. Los geht es mit der Sorte Maikönig. Diese säe ich bereits ab Februar im Frühbeet in Schalen aus und pflanze sie dann Mitte März unter Vlies ins Beet. Salat säe ich hier in regelmäßigen Abständen in kleinen Mengen in Saatschalen aus. Immer wenn ein Kopf den Platz frei macht, wird eine andere Sorte nachgepflanzt. In den Lücken werden Radieschen gesät.

Außerhalb der Beete, also am Rand des Gartens, verteilen sich bei mir noch die Paprika, welche ich dieses Jahr gerne als Freilandkultur probieren möchte. Außerdem finden sich hier noch die Stangenbohnen und der Kürbis darf neben dem Kompost den Hang hinunter wuchern. Auberginen, Tomaten und Paprika finden bei mir in Kübeln an der Hauswand ihren Platz.